FIELD TEST · Outdoor & Gear

Kompakt, elektrisch und auf Social Media ziemlich präsent: Der Fanttik S2 Pro hat meine Neugier geweckt. Ich wollte wissen, ob hinter der Werbung ein Werkzeug steckt, das mir beim Schrauben am Jeep tatsächlich hilft. Also habe ich ihn selbst gekauft und ausprobiert – nicht als Werkstattprofi, sondern als Hobbyschrauber mit einem konkreten Einsatzgebiet: kleine Arbeiten im Innenraum.

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Was in der Box steckt

Zum akkubetriebenen Schraubendreher gehören verschiedene Bits, eine Verlängerung und ein Winkelaufsatz. Die Bits sind beschriftet und in der Box sortiert. Das erleichtert die Auswahl, auch wenn mir das Herausnehmen mit größeren Fingern etwas fummelig vorkommt. Ein kleines Fach zum Magnetisieren der Bits ist ebenfalls dabei.

Geladen wird per USB-C. Die Öffnung in der Halterung erlaubt es, den Schraubendreher auch dort anzuschließen. Mir gefällt daran vor allem die Ordnung: Gerät und Zubehör bleiben zusammen, statt einzeln herumzuliegen.

Laden in der Aufbewahrungsbox per USB-C · Standbild aus dem Test, 02:15.
01 / Laden in der Aufbewahrungsbox per USB-C · Standbild aus dem Test, 02:15.

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Licht und Einstellung direkt am Werkzeug

Vorne sitzt ein LED-Lichtkranz. Bei ungünstigen Lichtverhältnissen im Jeep zeigt sich schnell, warum das praktisch ist: Die Schraubstelle wird direkt beleuchtet. Dazu kommt die Drehmomenteinstellung über einen Drehring, deren gewählte Stufe auf dem Display angezeigt wird. Das ist eine Bedienhilfe; eine unabhängige Messung des tatsächlich abgegebenen Drehmoments habe ich in diesem Test nicht durchgeführt.

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Der Winkelaufsatz macht den Unterschied

Der Winkelaufsatz war für mich ein wesentlicher Grund, den S2 Pro auszuwählen. Er wird aufgesteckt und eingerastet. Gerade am Armaturenbrett ist für einen geraden Schraubendreher nicht immer genug Platz. Mit dem Aufsatz komme ich auch an kleinere Schrauben in engen Ecken heran.

Im Jeep zeige ich den Einsatz unter anderem im Bereich des Overhead-Panels und am Armaturenbrett. Bei den kleineren Schrauben funktioniert der Versuch. Hier liegt für mich der Nutzen: an Stellen arbeiten, an die ich wegen Zubehör oder Elektrik häufiger heranmuss, ohne jedes Mal mit einem langen Werkzeug im engen Innenraum zu hantieren.

Der Winkelaufsatz an einer Schraube im Jeep-Innenraum · Standbild aus dem Test, 04:22.
02 / Der Winkelaufsatz an einer Schraube im Jeep-Innenraum · Standbild aus dem Test, 04:22.

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Wo die Kraft nicht reicht

Bei den im Video gezeigten größeren Schrauben kommt die Grenze. Auch mit der auf 6 Nm gestellten Anzeige kann ich sie nicht lösen. Das ist eine Beobachtung aus diesem Versuch, kein gemessener Drehmomentwert. Der S2 Pro ist ein elektrischer Schraubendreher – kein Ersatz für einen kräftigen Akkuschrauber oder einen Schlagschrauber.

Für meinen Einsatz ist das kein Ausschlusskriterium. Die kleinen Arbeiten an Dashboard, Innenraum und Elektrik kommen für mich häufiger vor. Für festsitzende oder große Verschraubungen braucht es dagegen anderes Werkzeug. Als universelles Offroad-Werkzeug würde ich den S2 Pro deshalb nicht einplanen.

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Mein Fazit: Ergänzung statt Alleskönner

Nach diesem ersten Praxistest fällt mein Urteil für die kleinen Arbeiten im Jeep positiv aus. Der S2 Pro ist handlich, das LED-Licht hilft und der Winkelaufsatz erleichtert den Zugang. Die fummelige Bitentnahme und die Grenzen bei größeren Schrauben gehören aber genauso zum Bild. Wer genau für diese kleineren Aufgaben einen elektrischen Helfer sucht, bekommt hier eine sinnvolle Ergänzung zum vorhandenen Werkzeug.

Transparenz: Ich habe das Gerät selbst gekauft; der im Video vorgestellte Test ist nicht gesponsert. Es handelt sich um einen ersten Praxiseindruck. Akkulaufzeit, Langzeithaltbarkeit und Drehmoment wurden nicht systematisch vermessen. Auf einen aktuellen Preis und eine pauschale Punktbewertung verzichte ich daher bewusst.

Der Bericht im Video

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