ROAD JOURNAL · Reiseblog

Mit meinem Sohn zu den Bunkern im Hürtgenwald

Mein Sohn und ich wollten ein Wochenende campen und uns die alten Bunker im Hürtgenwald ansehen. Bei der Abfahrt regnete es kräftig. Im Jeep lagen Gaskocher, Tisch, Stühle und Zelt. Auf dem Weg nach Nideggen kamen wir am großen Tagebau Garzweiler vorbei.

Am späten Nachmittag erreichten wir den Campingplatz am Bach unterhalb der Burg Nideggen. Der Regen hörte nicht auf. Also bauten wir das Zelt im Nassen auf und befestigten das Tarp am Jeep. Danach gab es Ravioli vom Gaskocher. Später sahen wir im Zelt noch einen Actionfilm auf dem Tablet. Nachts hörten wir den Regen aufs Zeltdach trommeln.

Am nächsten Morgen war es endlich trocken. Mein Sohn lag noch im Schlafsack, während ich Kaffee im Perkolator kochte. Nach dem Frühstück packten wir das Zelt zusammen und fuhren weiter in den Hürtgenwald.

Vom Parkplatz am Waldrand waren es nur wenige Meter bis zu den ersten Schützengräben und einem gesprengten Bunker. Insgesamt gingen wir rund zehn Kilometer durch den Wald, vorbei an Bunkern, Einschusslöchern und Betonresten. Einige Räume waren noch begehbar und sehr eng. Beim Blick auf die Schäden mussten wir immer wieder daran denken, was hier im Krieg passiert ist.

Nach mehreren Stunden ging es zurück zum Jeep. Auf dem Heimweg hielten wir noch an einer Aussichtsplattform am Tagebau. Zum Abschluss gab es Schnitzel und Steak.

Trotz des nassen Starts hatten wir ein schönes Wochenende zusammen. Camping, die lange Runde durch den Wald und das gemeinsame Essen — genau solche Touren mache ich gern mit meinem Sohn.

Verblasste Schrift und eine Öffnung in der Bunkerwand.
01 / Verblasste Schrift und eine Öffnung in der Bunkerwand.
Eine Inschrift aus der Nähe.
02 / Eine Inschrift aus der Nähe.
Rostiger Haken im Beton: ein Detail der Anlage.
03 / Rostiger Haken im Beton: ein Detail der Anlage.
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